Bisherige Projekte

1994 wurde der heutige Arbeitskreis „Kulturregion Heil­bronner­Land“ initiiert. Dass über einen so langen Zeitraum erfolgreiche interkommunale Projekte durchgeführt werden konnten, ist zum einem der großartigen Unterstützung und dem Engagement der Kommunen und ihrer Mitarbeiter­innen und Mitarbeiter zu verdanken. Zum anderen aber auch der Kulturstiftung der Kreissparkasse Heilbronn, die von Anfang an hinter dem Arbeitskreis stand und die Projekte stets finanziell unterstützte. Und damit erst deren regelmäßige Durchführung auf einem interessanten und ansprechenden Niveau ermöglichte.

Die erste Gemeinschaftsausstellung der Kulturregion Heil­bronner­Land fand 1995/96 mit „Skulptur vor Ort“ statt, bei der zeitgenössische plastische Arbeiten in acht Kommunen ausgestellt waren. 1996/97 gab es unter dem Motto „Musik­schulen – da geh´ ich hin!“ ein Festival der Musikschulen in dreizehn Städten und Gemeinden. „Gugge mol doo“ hieß 1997 das Kinder – und Jugendtheater-Festival in 23 Kom­munen.

1998/99 zeigten bei der zweiten Gemeinschaftsausstellung dreizehn Kommunen „Zeit-Zeichen“. Auf ein tolles breites Interesse beim Publikum stieß 1999 „Museums(t)räume“, ein gemeinsames Projekt von 67 Museen in 27 Orten.

Das neue Jahrtausend startete 2000 mit „Denk mal – le­ben­dige Geschichte“, Aktionswochen zur Präsentation von 38 Denkmalen. 2001 fand das Literaturprojekt „Wort­mel­dun­gen“ mit mehr als 80 Veranstaltungen über die Dichter und politischen Schriftsteller der Region statt.

„KulturRaum Europa“ lautete 2002 die sparten­über­greif­ende Reihe mit Beiträgen aus den europäischen Partner­kom­munen. Von und mit Jugendlichen realisiert wurde „Jugend Live 2003“ im Jahr 2003, an dem sich 21 Städte und Gemeinden beteiligten.

2004 widmete sich das Projekt der Kulturregion nicht nur wegen der damaligen zahlreichen Schlagzeilen um die Pisa-Studie den Kindern. Mit den „Kinderliteraturtagen“ wurde in 25 Kommunen eine Brücke zwischen Schulen und den örtlichen Büchereien geschlagen. Mit der Veranstaltungs­reihe „Kultur und Wein“ im Jahr 2005 verwirklichte die Kulturregion HeilbronnerLand eine seit vielen Jahren ge­hegte Idee, ortsübergreifend Aktionen zu verknüpfen und die Kultur und den Wein eng zu verbinden. Rund einhundert Veranstaltungen in den 28 Städten und Kommunen, die in diesem Jahr am Projekt teilnahmen, zeigten, wie intensiv diese Chance vor Ort genutzt wurde.

Im Mai 2006 startete das Projekt „Burgen, Schlösser, Wehr­anlagen“. 21 Kommunen beteiligten sich. Mit diversen Ver­an­staltungen, von Konzerten über Kindertage bis zu Besuchen hinter sonst verschlossene Türen, wurden diese Objekte, Zeugen der reichhaltigen Geschichte und Teil derer viel­fäl­tigen Kulturlandschaft, lebendig präsentiert und kultu­rell oder geschichtlich erschlossen.

2007 ließen sich bei „Kunst entsteht – Begegnung vor Ort“ Künstlerinnen und Künstler bei der Entstehung ihrer Kunst­werke in öffentlichen Räumen über die Schulter schauen und boten damit Interessierten jeden Alters die Möglichkeit, am Entstehen eines Kunstwerkes teilzuhaben und mit den Ausführenden über deren Gedanken und Methoden zu sprechen.

2008/2009 beteiligten sich die Stadt Heilbronn sowie 25 weitere Kommunen aus dem Landkreis Heilbronn sowie dem Hohenlohekreis am Projekt „Vorhang auf“. Laientheater zeigten hier, dass Theater Spiel und Spaß ist, vor allem aber künstlerische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit.

„Friedhöfe – mehr als eine letzte Ruhestätte“ war ein zwei­tes Projekt in 2009, das bei Kommunen und der Öffent­lich­keit sehr gut ankam und bis heute eine große Nachhaltigkeit in Veranstaltungen besitzt. Aufgezeigt wurde dabei die Viel­schich­tigkeit der Friedhöfe: Als Orte der Besinnung, aber auch der Mahnung sowie der Bewahrung von Stadt-, Ge­mein­de-, Familien-, Kultur- sowie Natur- und Archi­tek­tur­ge­schichte. Zudem wurden Naturfriedhöfe, RuheForste, Fried­wäl­der, Waldfriedhöfe besucht und weitere neue Formen der Bestattung aufgezeigt und diskutiert.

Sechzehn Teilnehmerkommunen hatte die Lenkungsgruppe der Kulturregion HeilbronnerLand als Minimum-Teil­neh­mer­zahl angepeilt, um das Projekt 2010 „Künstler gehen in die Schule“ durchzuführen. 23 Städte und Gemeinden nahmen letztendlich teil. Initiiert wurde mit „Kids – Künstler gehen in die Schule“ ein nachhaltig wirkendes Angebot zur kul­tu­rel­len Bildung von Kindern und Jugendlichen. Basisüberlegung war, dass für Kinder und Jugendliche u.a. auch sinnliche Erfahrungen für ihre persönliche Weiterentwicklung von großer Bedeutung sind. Erfreulich groß war die Resonanz sowohl bei Künstlern, die Zusammenarbeit mit den Schü­lern suchten, wie auch bei den Schulen, die diese Chance nutzten. Viele Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind bleibende Kunstwerke im Schulraum.

2011 wurde ein Projekt „Tag unseres besonderen Kultur­denk­mals“ angeboten, an dem sich 18 Kommunen be­tei­ligten und hier die Möglichkeit nutzen, nahezu vergessene Denkmale durch eine Veranstaltung vor dem Vergessen zu bewahren oder für mehrere Denkmale im Ort ent­sprech­ende Hinweise aufzubauen.

„Museen und Sammlungen – im Kleinen eröffnet sich der Blick für das Große“. In Jahr 2012 drehte sich das in 22 Orten in den Sommermonaten durchgeführte Projekt um Museen und Sammlungen, die meist liebevoll aufgebaut wurden, aber leider – sieht man von den großen oder überregional bekannten Museen ab - nicht so das Interesse finden, wie sie es verdient hätten.

Jede Gemeinde hat Plätze, die nach bekannten Per­sön­lich­keiten benannt oder geheimnisumwittert sind. Und in je­dem Ort gibt es spezielle Straßennamen – deren Ursprung nur noch wenige kennen. Mit „Orte, Plätze, Straßen“ wurde 2013 in 23 Städten und Gemeinden zu diesem Thema in­te­res­sante und nachhaltige Veranstaltungen durchgeführt und damit viel Wissenswertes wieder ans Tageslicht geholt.

Das Oberzentrum Heilbronn, aus Hohenlohe die Stadt Öhringen sowie achtzehn Kommunen des Landkreises Heilbronn beteiligten sich 2014 bei „Köpfe – Frauen und Männer, die bewegten“. Vorgestellt wurden viele Per­sön­lich­keiten, die nicht immer im Fokus einer breiten Öffentlichkeit stehen. Die Veranstaltungen fanden eine rege Resonanz, begeistert waren die Besucher speziell auch von der Er­öff­nungs­veranstaltung in Heilbronn unter der Pyramide der KSK.

Straßen, Routen, Wege, Pfade. Zu Land oder zu Wasser. Sie führen aus unserem Raum im nördlichen Baden-Würt­tem­berg in alle Welt - und alle Welt in unseren Raum. Sie ver­bin­den Orte untereinander. Sie sind Verkehrswege, Handels­wege, Radwege, Wanderwege, Fußwege, Wasserwege, Pilgerwege. Viele dieser Wege sind aktuell für den Verkehr, die Wirtschaft oder den Tourismus von Bedeutung, viele haben auch einen historischen Charakter, wie alte Handels­straßen. Mit dem sehr gut angenommenen Projekt „Unsere Wegenetze – Routen des Lebens“ haben 18 Teil­neh­mer­kom­munen 2015 Erinnerungen wach werden lassen und Ak­tu­ali­täten beleuchtet.

Nach den „Kinderliteraturtagen“ in 2004 und „Künstler gehen in die Schule“ in 2010 standen 2016 mit „Kinder­Kultur­Tage – in der Kunst wirken, in der Kunst begegnen“ erneut Veranstaltungen und Workshops für die Jüngsten und Jüngeren im Mittelpunkt. Neben Heilbronn und Öhringen beteiligten sich achtzehn weitere Städte und Gemeinden aus dem Landkreis Heilbronn mit interessanten, spannenden und lehrreichen Veranstaltungen.

2017 ging es bei den vielfältigen Veranstaltungen um „My­then, Geschichten, Erzählungen – Brunnen im urbanen Raum“. In den 21 teilnehmenden Städten und Gemeinden gab es sehr unterschiedliche Veranstaltungen, die bei den Teilnehmern nachhaltige Eindrücke hinterließen und so manche Erinnerung wach gerufen haben.

Faszinierend war die Breite der Veranstaltungen 2018 zum Thema „Im Bild – das sind wir“. Ob mit Foto oder Pinsel, ob mit einer Ausstellung oder spannenden Mitmach-Aktionen wurde den Besuchern und Teilnehmern wieder ein interessantes Angebot zum Thema vorbereitet und durchgeführt.

2019 entschlossen sich sechzehn Städte und Gemeinden dem Projekt „Pflanzkultur – was blüht und wächst bei uns“ mit ihren Ideen Inhalte zu geben. Dieses Thema wurde gewählt, da die Stadt Heilbronn und die ganze Region im Zeichen der Bundesgartenschau 2019 BUGA Heilbronn standen.

2020 werden mit „Auf Entdeckertour – Spannende Museen und Sammlungen“ zwanzig Städte und Gemeinden an das Projekt des Jahres 2012 anknüpfen, das viele Besucher auch in kleine Museen und überraschende Sammlungen führte und in diesem Jahr sicherlich führen wird.

  • 1995/96: Skulptur vor Ort
  • 1996/97: Musikschulen – da geh´ ich hin!
  • 1997: Gugge mol doo
  • 1998/99: Zeit-Zeichen
  • 1999: Museums(t)räume
  • 2000: Denk mal – lebendige Geschichte
  • 2001: Wortmeldungen
  • 2002: KulturRaum Europa
  • 2003: Jugend Live 2003
  • 2004: Kinderliteraturtagen
  • 2005: Kultur und Wein
  • 2006: Burgen, Schlösser, Wehranlagen
  • 2007: Kunst entsteht – Begegnung vor Ort
  • 2008/2009: Vorhang auf
  • 2009: Friedhöfe – mehr als eine letzte Ruhestätte
  • 2010: Künstler gehen in die Schule
  • 2011: Tag unseres besonderen Kulturdenkmals
  • 2012: Museen und Sammlungen – im Kleinen eröffnet sich der Blick für das Große
  • 2013: Orte, Plätze, Straßen
  • 2014: Köpfe – Frauen und Männer, die bewegten
  • 2015: „Unsere Wegenetze – Routen des Lebens“
  • 2016: „KinderKulturTage – in der Kunst wirken, in der Kunst begegnen“
  • 2017: „Mythen, Geschichten, Erzählungen - Brunnen im urbanen Raum“
  • 2018: „Im Bild – das sind wir“
  • 2019: „Pflanzkultur – was blüht und wächst bei uns“
  • 2020: „Auf Entdeckertour – Spannende Museen und Sammlungen“