Die in Neipperg geborene Pfarrerstochter Wilhelmine Müller, geb. Maisch (1767–1807) wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Dies hinderte sie nicht daran, ihren literarischen Ambitionen zu folgen. Mit bemerkenswertem Selbstbewusstsein behauptete sie sich im kulturellen Feld um 1800, das für Frauen nur wenig Handlungsspielraum vorsah. Der musikalisch begleitete Vortrag beleuchtet das bewegte Leben dieser damals vielgelesenen, heute fast vergessenen Dichterin.
Dr. Giovanna-Beatrice Carlesso, Leiterin des Theodor-Heuss-Museums, stellt erstmals ihr Wilhelmine Müller gewidmetes Heft der Reihe SPUREN vor, herausgegeben von der Deutschen Schillergesellschaft. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg statt.