„Musik als Beruf: Frauen aus Geschichte und Gegenwart“ Was braucht(e) es, um sich als Frau im Musikbetrieb zu behaupten? Historikerin Annette Geisler blickt zunächst in die Vergangenheit und stellt Musikerinnen wie Fanny Seyfer und Helene Heermann vor. Im anschließenden Gespräch berichten die Intendantin des Württembergischen Kammerorchesters, Katrin Kirsch, und die dortige langjährige stellv. Konzertmeisterin Dr. Nanna Koch (Förderkreis für Neue Musik Heilbronn e.V.) von ihren Erfahrungen. Gemeinsam diskutieren sie Herausforderungen für Frauen im heutigen Musikbetrieb, sprechen über Karrierewege, strukturelle Hürden und geschlechtsspezifische Stereotype.
Die Führung durch die Ausstellung „Heilbronn historisch!“ setzt den Schwerpunkt auf die Biografien interessanter Frauen der Heilbronner Stadtgeschichte.
Eine ungewöhnliche Frau des 19. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt dieser spannenden Ausstellung. Kurator Dr. Ralf Michael Fischer erläutert anhand markanter Bilder und Dokumente in der Schau, wie Friederike Hauffe, die berühmte Patientin des Weinsberger Arztes und Schriftstellers Justinus Kerner, als „Seherin von Prevorst“ zu einem kulturgeschichtlichen Phänomen des 19. Jahrhunderts und zu einer Ikone des Übersinnlichen avancierte.
Wer ist diese Friederike Hauffe: eine psychisch labile Patientin, die bei dem Weinsberger Arzt Justinus Kerner verzweifelt Hilfe sucht, oder eine faszinierende junge Frau mit außergewöhnlichen Fähigkeiten? In ihrem parallel zur Ausstellung erschienenen Roman „Im Bann der Seherin“ folgt Autorin Dr. Eva Klingenstein den Spuren jener berühmten Somnambulen und erzählt die spannende Geschichte hinter dem Mythos.
Die Werkstattgruppe der Frauen für Frieden/Heilbronn veröffentlichte 1985 angesichts der Proteste gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen auf der Waldheide diese Sammlung persönlicher Berichte zur Beschreibung von unvergesslichen, erschütternden Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg. Bombardierungen und bange Stunden im Bunker, den Tod des Vaters, Entbehrungen und Verzweiflung der Mutter, Arbeitsalltag in der Rüstungsfabrik. Alle Beiträge mündeten in eine Erkenntnis: „Ich weiß, was Krieg ist. Ich will Frieden.“
Wie Hoffnung schöpfen in bedrohten Zeiten? Gerade heute sind Antworten auf diese Frage wieder aktuell und hochbrisant. Es gibt bei der Lesung Snacks und Getränke.
Liesel Rosenthal musste 1937 als jüdisches Mädchen vor den Nazis nach England flüchten. Dort angekommen organisiert sie maßgeblich die Flucht ihres Bruders Helmut und der Eltern Ludwig und Hermine Rosenthal. Joachim Schlör berichtet im Gespräch mit Ute Kümmel von der Flucht, dem Ankommen Liesels in England und vom Erwachsenwerden der jungen Frau.
Die Buchautorin und Kuratorin Dr. Eva Klingenstein nimmt Sie bei ihrem Rundgang durch die Ausstellung mit auf eine literarische Zeitreise, die vor 200 Jahren im Kernerhaus in Weinsberg beginnt und bis nach München ins Atelier des berühmten Malers Gabriel Max führt. Unterwegs erleben Sie die Verwandlung der somnambul veranlagten Patientin Friederike Hauffe in eine zeitlose Ikone des Übersinnlichen, die als „Seherin von Prevorst“ bis heute Menschen in ihren Bann zieht.
Die Flamenco-Tänzerin Suzann Bustani feiert in diesem Jahr das 30. Jubiläum ihres Tanzstudios. Der Musenalmanach hat den Bailaoras (Tänzerinnen des Flamenco), die weithin als starke, selbstbewusste und emanzipierte Frauen wahrgenommen werden, ein Denkmal gesetzt. Anlässlich der Feier präsentiert Leonore Welzin, Herausgeberin des Heilbronner Musenalmanachs, die aktuelle Ausgabe.
Das Atelier Wilke in Heilbronn-Horkheim öffnet seine Türen und stellt die noch unbekannte Bilderserie „Gestohlene Frauen“ aus. In Baden-Baden wurden die frisch gemalten Ölbilder
von Franziska Rommel aus einer Ausstellung entwendet, woraufhin sie alle neun abgebildeten
Frauen gemeinsam auf eine Leinwand zauberte. Erst viele Jahre später tauchten die gestohlenen Gemälde wieder auf.
Eine starke Frau der Region war die Bildende Künstlerin Franziska Rommel (1938 - 2010).
Sie arbeitete hauptsächlich in Öl auf Leinwand; studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (1960-64), lebte in Baden-Württemberg, Frankreich und Kalifornien als freischaffende Künstlerin; sie hat drei Kinder großgezogen; sie illustrierte Bücher und Zeitschriften; sie verbrachte ihre letzten Jahre in Bad Rappenau und Heilbronn-Horkheim. Ihre verkauften Arbeiten hängen in privaten und öffentlichen Sammlungen.
Tante Lina vertrat kritisch und standhaft ihre Meinung. Ihre eigenwilligen Ideen waren oft entgegen der gängigen Norm. Sie war ein bodenständiges Original, wissbegierig, weltoffen, wehrhaft und visionär. Und sie war eine große Sammlerin. Alles wurde aufgehoben: Hosenknopf, Liebesbrief, Einkaufzettel…. Nichts war unbedeutend oder banal.
Geerbt hat dies alles Hermann Bader. Er lädt dazu ein, in den Dingen, die Tante Lina aufbewahrte, Außergewöhnliches zu entdecken. Seine Materialcollagen und Bilder wirken auf den ersten Blick skurril, doch die Gebrauchsspuren an den Alltagsgegenständen erzählen ihre Geschichte.
Eröffnung mit Musik Samstag 12. September 2026, 18:00 Uhr
Öffnungszeiten Samstag und Sonntag 13:00 bis 16:00 Uhr
Die protestantischen Dortenbachs und die jüdischen Martells leben seit mehreren Generationen in einer württembergischen Weinstadt. Ihrer Heimat fühlen sich Claudia Dortenbach und ihr späterer Ehemann Helmuth Martell eng verbunden. Umso verstörender erleben sie 1933 die rasche Etablierung des Nationalsozialismus und die Entfremdung einst vertrauter Menschen.
Mutig findet die junge Frau einen Ausweg aus den bedrohlichen Verhältnissen.
Was lernen wir aus der Geschichte - wie tritt ein moderner Faschismus heute auf?
Es gibt etliche Wege, sich der Heilbronner Frauengeschichte anzunähern. Dazu gehört auch ein Rundgang über den Alten Friedhof, der 1882 aufgelassen wurde. Die rund 90-minütige Führung stellt jene Heilbronnerinnen vor, an die noch ein Grabstein erinnert.
Im Sommer 1902 gründete sich der bürgerliche Heilbronner Frauenverein, dem die Gründung eines sozialdemokratischen und eines liberalen Frauenvereins folgte. Die Heilbronnerinnen, die sich hier einbrachten, realisierten nicht nur soziale Projekte, sondern sie sammelten auch Erfahrungen im Organisieren, im Vernetzen und im selbstbewussten öffentlichen Auftreten in einer von den Männern geprägten Gesellschaft. Der Vortrag würdigt das Engagement der frühen Heilbronner Vereins-Frauen und zeigt am lokalen Beispiel, dass die Frauenvereine insgesamt wesentlich dazu beitrugen, dass schlussendlich – im November 1918 – an der Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts auch für die Frauen kein Weg mehr vorbeiführte.
Eine Veranstaltung des Stadtarchivs Heilbronn und der Frauenbeauftragten der Stadt Heilbronn.
Im Kunst- und KulturWerkhaus ZIGARRE e.V. zeigen Künstlerinnen und Künstler der ZIGARRE und Gäste
Arbeiten zum Thema „Meine Mutter?!“, die im Raum Eben und der Kellergalerie des Hauses zu besichtigen sind.
Ist eine Mutter eine starke Frau?
Ist eine Mutter nicht immer eine starke Frau?
Wann ist ihre Stärke Schwäche
und ihre Schwäche Stärke?
Wie stelle ich meine Mutter dar,
wie bilde ich sie ab?
Öffnungszeiten: Samstag, 10. Oktober 2026, 17:00 bis 22:00 Uhr; Sonntag, 11. Oktober 2026; Freitag, 16. Oktober 2026; Samstag, 17. Oktober 2026 sowie Sonntag, 18. Oktober 2026, jeweils von 17:00 bis 19:00 Uhr
Die Flamenco-Tänzerin Suzann Bustani präsentiert im Großen Haus des Theaters alle zwei Jahre eine Noche del Flamenco. Anlässlich der Flamenco-Nacht gibt die Tanz- und Kulturwissenschaftlerin Leonore Welzin eine Einführung in die traditionelle Tanzkunstform und stellt bei dieser Gelegenheit die aktuelle Ausgabe des Heilbronner Musenalmanachs vor.
Paula Straus, Helene Lock-Brandt und Erna Zarges-Dürr gehörten zu den wenigen weiblichen Entwerferinnen der berühmten Silberwarenfabrik P. Bruckmann & Söhne in Heilbronn. Als Pionierinnen des Industriedesigns behaupteten sie sich in einer Männerwelt und schufen wegweisende Entwürfe von Tisch- und Tafelsilber, die bis heute begeistern.
Die Ausstellung präsentiert ihre meisterhaften Arbeiten und beleuchtet die Biografien dieser außergewöhnlichen Frauen. Ein besonderer Fokus liegt auf Paula Straus, einer der bedeutendsten Designerinnen von Tafelsilber ihrer Zeit. Ihre seltenen erhaltenen Arbeiten gehören heute zu den kostbarsten Schätzen der Heilbronner Museumssammlung.
Kuratorin Birgit Hummler folgt beim Ausstellungsrundgang dem Weg dieser inspirierenden Frauen – mit ihren Herausforderungen, tragischen Momenten und glänzenden Erfolgen.
In ihrem neuen Buch „Zuversicht“ erzählt Katharina Afflerbach von tiefen persönlichen Krisen und Menschen, die sich entscheiden, nicht zusammenzubrechen, sondern aufzubrechen. Sie verbindet diese authentischen Geschichten des Weitermachens und Wachsens mit eigenen Erfahrungen – als junge, erfolgreiche Frau, die das Großstadtleben hinter sich lässt, um als Sennerin auf einer Alm neu zu beginnen.
In ihrem abwechslungsreichen Programm berichtet die Bestsellerautorin offen von ihren Herausforderungen, liest stärkende Passagen und teilt inspirierende Impulse, die Mut machen und Energie geben. Bekannt wurde Katharina Afflerbach mit ihrem ersten Spiegel-Bestseller „Bergsommer“, in dem sie vom einfachen und erdenden Leben in den Schweizer Bergen erzählt.