Die Stadt Leingarten bietet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Starke Frauen im Heilbronner Land“ der interessierten Bevölkerung an, die vielfältigen Frauen der Geschichte Leingartens kennenzulernen.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und ehrenamtlich. Um besser planen zu können, freuen sich die Veranstalter über eine Anmeldung zu den Führungen über: www.hier-in-leingarten.de/stadtrundgaenge
Achtung, Achtung: Neuer Fund durch die Agenda 21. In den Weiten des Archivs der Agenda 21 konnte eine noch nicht geöffnete Kiste gefunden werden. Zum Erstaunen aller fand sich darin eine Zeitmaschine. Es muss sich um den Prototyp der wenig bekannten Machina-Huchilo-Arithmetica eines Schluchterner Bastlers handeln. Betankt mit bestem Wein, konnte man die Maschine immerhin zeitweise zum Laufen bringen. Wenn genug Sonneneruptionen in der Atmosphäre sind und der Jupiter in einer Linie mit dem Pluto steht, springt die Maschine für kurze Zeit an. Erwartet wird deshalb die Ankunft der Juliane von Krüdener wieder in Schluchtern am 8. Mai.
Juliane von Krüdener lebte von 1764 bis 1824 ein abenteuerliches Leben. Einen kleinen Teil verbrachte sie auch in Schluchtern, heute Leingarten. Die Gäste erleben Schluchtern in einer anderen Zeit durch die Augen der Juliane von Krüdener und erfahren, wie eine Frau mit Idealen und Visionen in einer Zeit lebte, die noch nicht bereit für sie war.
Die Teilnehmer werden gebeten ein Sitzkissen mitzubringen und an Sonnenschutz zu denken.
1925 endete ein erstaunliches Leben, das geprägt war durch Dichtkunst und nach über 100 Jahren darauf wartet endlich wieder erzählt zu werden.
Petra Grupp öffnet ihr Familienarchiv und führt die Gäste zu den Lebensstationen ihrer Vorfahrin Lina Herrlinger-Ludwig. Diese ist am 15. April 1849 in Großgartach (heute Leingarten) geboren und lebte hier auch bis zu ihrem Tod am 17. Juni 1925.
Es wird eingeladen zu einem Spaziergang, der am eindrucksvollen Grabmal beginnt. Von dort führt der Weg weiter zu ihrem Wohnhaus und schließlich zur Mühle, die über Jahrhunderte im Besitz ihrer Familie war. Unterwegs erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer exklusive Einblicke in Lina Herrlinger-Ludwigs schicksalhaftes Leben und hören einige Texte aus ihrem Werk. Entdeckt werden spannende Details über eine Frau, die einen ganz eigenen Weg ging.
Gabriele Schäfer schlüpft in die Rolle ihrer Urgroßmutter „Marie Wagner“. Die Gäste begleiten „Marie Wagner“ durch ihr Großgartach (heute Leingarten) zu Zeiten der Jahrhundertwende. Auf einer kleinen Runde durch den Ort öffnen sich Einblicke in das Leben der Marie Wagner von 1878 bis 1949.
Wie lebte es sich vor über 100 Jahren in Großgartach? Was war der Alltag in dem Bauerndorf Großgartach? Wie lebte es sich zwischen Haus, Hof, Kindern, zwei Weltkriegen und der Landwirtschaft? Welche Herausforderungen hatten die Frauen zur damaligen Zeit? Neben historischen Details erfahren die Gäste auch einige unbekannte Anekdoten beim Rundgang durch das ehemalige Dorf Großgartach.
Was macht eine starke Frau aus? Mut? Gelassenheit? Ausdauer? Standhaftigkeit? Willensstärke? Mitgefühl? Zupackend? Wann mussten sie das sein? Wann konnten sie auch mal schwach sein? Frauen sind das Rückgrat der Gesellschaft! Sie springen ein, wenn Not am Mann ist!
Leingarten wäre nicht da, wo es heute ist, wenn nicht viele Frauen uns dahin gebracht haben, wo wir heute sind. Sie haben den Ort entscheidend geprägt und doch sind sie oft vergessen worden.
Die Veranstaltung macht exemplarisch übersehene Lebenswege sichtbar. Von Diakonissen, Ortskrankenschwester, Auswanderung, Kriegswitwen über Flucht und Vertreibung. Die Facetten der Frauen werden beleuchtet bei einem unterhaltsamen Vortrag.